Die Klostergärten

Der Bauerngarten
Bauerngarten
Der Kräutergarten
Kräutergarten

Im Mittelalter war die Heilkunst eng mit religiösen Vorstellungen verbunden. So kann es nicht verwundern, daß man sich besonders in Klöstern eingehend mit Kräutern und Heilpflanzen beschäftigte. Lange Zeit waren diese auch die einzige medizinische Versorgungsstelle im Umland. Als die Mönche der Benediktiner und der Zisterzienser über die Alpen kamen um das Christentum zu verbreiten, brachten sie viele Ableger und Samen aus den Mutterklöstern mit, die in den Klostergärten an das rauhe Klima Mitteleuropas gewöhnt wurden.
Da die Mönche und Nonnen weitgehend Selbstversorger waren, war eine Klosteranlage ohne Garten einfach undenkbar. Die "Regula monachorum" des heiligen. Benedikt schrieb den Mönchen neben geistiger auch körperliche Arbeit vor. So trugen diese neben dem Kreuz auch ständig Messer und Sichel bei sich, gemäß ihrem Gelübde, die Erde zu bebauen. Einen Teil ihres Wissens über die Gartenkultur erlangten sie aus antiken Schriften, die in mühevoller Arbeit abgeschrieben und in den Klosterbibliotheken aufbewahrt wurden. Aber praktische, bäuerliche Kenntnisse trugen sicherlich auch ihren Teil bei.
Sicher haben die von den Klöstern abhängigen Bauern viel Wissenswertes über den Gartenbau und die richtige Pflanzenverwendung gelernt.
Schon im frühen Mittelalter kamen die Klöster an erheblichen Grundbesitz, der häufig besser verwaltet wurde, als die weltlichen Grundherrschaften. Die Maierhöfe der Klöster waren oft regelrechte Musterbetriebe.

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